Hochsensibel und vielseitig: Der Weg von Anpassung zu Selbsttreue – mit Nicole Führing
Shownotes
Worum geht's? Viele hochsensible und vielseitig interessierte Menschen haben das Gefühl, anders zu sein. Sie nehmen mehr wahr, denken tiefer, interessieren sich für viele Themen gleichzeitig und passen sich oft lange an die Erwartungen anderer an. In dieser Podcast-Folge spricht Nicole Führing darüber, wie Hochsensibilität und Vielseitigkeit zusammenwirken, warum beides keine Schwäche ist und wie der Weg zu mehr Selbstannahme und Authentizität gelingen kann. Grundlage der Ausarbeitung ist das bereitgestellte Podcast-Transkript und die Redaktionsvorgaben. Wichtige Themen • Was Hochsensibilität tatsächlich bedeutet • Scanner-Persönlichkeiten und Vielseitigkeit • Warum Hochsensibilität keine Erkrankung ist • Das Gefühl, „anders“ zu sein • Anpassung und ihre Folgen • Selbstannahme als wichtiger Entwicklungsschritt • Die eigenen Talente und Stärken erkennen • Umgang mit Reizüberflutung und vielen Interessen • Authentische Identität entwickeln • Selbstführung statt Selbstoptimierung Zentrale Erkenntnisse • Hochsensibilität und Vielseitigkeit sind Persönlichkeitsmerkmale, keine Defizite. • Viele Betroffene verbringen Jahre damit, sich anzupassen und ihre Besonderheiten zu verstecken. • Selbstverständnis ist oft der erste Schritt zu mehr innerer Ruhe. • Die Herausforderung liegt nicht in der Hochsensibilität selbst, sondern im Umgang damit. • Wer seine Bedürfnisse kennt, kann bewusstere Entscheidungen treffen. • Vielseitigkeit kann eine große Stärke sein, wenn sie nicht als Schwäche bewertet wird. Interessante Aspekte • Nicole Führing berichtet auch aus eigener Erfahrung. • Die Verbindung von Hochsensibilität und Scanner-Persönlichkeit wird verständlich erklärt. • Es wird deutlich, warum viele Betroffene lange nach einer Erklärung für ihr Anderssein suchen. • Der Podcast zeigt Wege auf, wie aus Selbstzweifeln mehr Selbstvertrauen entstehen kann. Zielgruppe • Hochsensible Menschen • Vielseitig interessierte Menschen und Scanner-Persönlichkeiten • Menschen, die sich oft „anders“ fühlen • Personen mit Anpassungstendenzen oder Perfektionismus • Coaches, Berater und Fachkräfte im Bereich Persönlichkeitsentwicklung Nähere Infos Mehr Informationen zu Nicole Führing findest Du im verlinkten Beraterprofil auf Yoo4me: https://yoo4me.de/berater/nicole-fuehring/
Bio • nicole@nicolefuehring.de • 015155566922 • https://www.frausensibel.de • instagram.com/frau_sensibel • facebook.com/fuehringnicole • linkedin.com/in/frau-sensibel • youtube.com/@frausensibel • https://yoo4me.de/berater/nicole-fuehring/
Transkript anzeigen
01:00:34: Hallo, mein heutiger Podgast ist Nicole
01:00:37: Führing. Sie lebt und
01:00:39: arbeitet in Georgsmarienhütte.
01:00:41: Das liegt bei Osnabrück in
01:00:44: Niedersachsen. Sie ist
01:00:46: seitständige Unternehmerin,
01:00:48: Multi-Potenzialistin, Coach für
01:00:50: Hoch-Sensibilität und
01:00:53: Business Coach. Sie arbeitet online in
01:00:56: Präsenz und macht auch Hausbesuche. Ihre
01:00:59: Mission ist es, hochsensible und
01:01:02: Scanner-Personlichkeiten
01:01:03: dabei zu unterstützen, ihre authentische
01:01:05: Identität zu entdecken und besondere
01:01:09: Talente zu leben und
01:01:11: endlich selber zu werden. Hallo Nicole.
01:01:15: Hallo Susanne, vielen
01:01:16: Dank für die Einladung. Ja,
01:01:17: sehr, sehr gerne. Ich freue mich total
01:01:19: heute auf unser Gespräch,
01:01:22: weil das geht auch um mich.
01:01:24: Wie schön. Genau, es geht um
01:01:29: Hoch-Sensibilität und als Einstieg würde
01:01:33: ich einfach mal sagen,
01:01:34: Fragen, ja, wie bist du zu dem Thema
01:01:37: gekommen? Ich glaube, wie viele Coaches
01:01:42: zu ihrem Thema kommen,
01:01:44: dadurch, dass ich selber betroffen bin.
01:01:46: Und zwar habe ich
01:01:47: relativ früh festgestellt,
01:01:48: dass ich irgendwie anders bin und habe
01:01:51: dann nie eine Bezeichnung
01:01:52: fürgefunden. Und irgendwann
01:01:53: fing es dann an, dass ich mich
01:01:55: fortgebildet habe, selber eine
01:01:56: Coaching-Ausbildung gemacht habe,
01:01:58: weil ich wissen wollte, warum ich so
01:02:00: ticke, wie ich ticke. Und
01:02:01: das war gar nicht das Ziel,
01:02:03: am Anfang selber Coach zu werden, sondern
01:02:04: Hilfe zur Selbsthilfe. Und
01:02:06: das ist auch schon das erste
01:02:08: Indiz für Hoch-Sensibilität und auch für
01:02:10: die
01:02:10: Scanner-Personlichkeit, weil wir lernen gerne
01:02:13: selber, als dass wir das von anderen
01:02:15: machen lassen. Okay, da kenne ich auch
01:02:19: andere. Glaub ich dir sofort,
01:02:23: ja. Ja, aber das geht mir, ich will es
01:02:26: auch alles selber wissen,
01:02:28: weil dann muss ich nicht fragen,
01:02:30: oder ich kann dann fragen, was mir noch
01:02:31: fehlt. Genau. Hast du das an
01:02:35: irgendwelchen Symptomen,
01:02:36: oder wie hast du das festmacht, oder wie
01:02:39: hast du es bemerkt? Im
01:02:42: Endeffekt, wir sprechen immer
01:02:44: gerne von Symptomen, aber
01:02:46: Hoch-Sensibilität und auch
01:02:47: Scanner-Personlichkeit sind
01:02:49: Persönlichkeitsmerkmale,
01:02:50: also keine Symptome oder es ist keine
01:02:52: Erkrankung oder keine
01:02:54: psychische Störung, sondern es sind
01:02:55: halt Persönlichkeitsmerkmale, die uns
01:02:57: quasi schon in die Wiege
01:02:58: gelegt werden. Und es gibt
01:03:00: offizielle Tests. Elaine Arren hat es zum
01:03:04: Beispiel entdeckt und da
01:03:06: gibt es Tests im Internet und
01:03:08: ich habe auf meiner Webseite auch
01:03:09: verschiedene Tests
01:03:10: entwickelt für Scanner als auch für
01:03:13: Hoch-Sensible, die man kostenlos einfach
01:03:15: machen kann. Anhand der
01:03:16: Fragen erkennst du quasi schon,
01:03:18: wo sind denn diese Merkmale verortet?
01:03:20: Also ist es jetzt
01:03:21: Geräusche, also Empfindlichkeit
01:03:23: gegenüber Geräuschen oder Ungeduld ist
01:03:27: ein Thema genauso wie Sensibilität
01:03:29: gegenüber Menschenmassen,
01:03:31: vielen, viel Input und solche Sachen. Und
01:03:33: das habe ich zusammengefasst in einem
01:03:35: Test, den ich aus einem
01:03:37: ja nicht offiziellen größeren Test quasi
01:03:40: extrahiert habe, weil
01:03:41: wir brauchen was, was wir
01:03:42: alltäglich anwenden und verwenden können,
01:03:45: damit es für uns logisch
01:03:46: ist. Und dann, wenn wir dann
01:03:48: annehmen können, dass wir diese
01:03:49: Hoch-Sensibilität-Scanopersonlichkeit
01:03:52: quasi als Stempel, ich sage
01:03:54: das in Anführungsstrichen haben, dann
01:03:56: kann man das auch annehmen. Und dann
01:03:58: beginnt quasi erst der
01:03:59: Weg der Selbstannahme oder wie ich es
01:04:02: dann nenne, zum endlich selbst werden,
01:04:03: dass wir so sein können,
01:04:05: wie wir auch wirklich sind. Also so ein
01:04:07: alltagstauglicher Test immer einfach, um
01:04:10: sich selbst wieder zu
01:04:11: erkennen und dann kann man auch, wenn man
01:04:13: mehr wissen möchte, einfach auch noch mal
01:04:15: tiefer reingehen und gucken.
01:04:17: Genau. Ist es wirklich so oder war das
01:04:19: jetzt nur so eine Meinung, eine Vermutung
01:04:22: und ja nicht mal was
01:04:26: kann man machen, weil machen kann man
01:04:28: nichts, will man auch nicht, warum auch,
01:04:30: sollen wir auch gar nicht.
01:04:32: Aber was bedeutet es? Du hast jetzt
01:04:35: gerade schon den Test erwähnt und ich
01:04:39: habe den Test auch gemacht,
01:04:41: ich habe zwei von vier Tests gemacht von
01:04:43: dir und wenn jemand jetzt so
01:04:46: ein Test macht, er kann auf
01:04:49: seine Website gehen und den Testkosten
01:04:51: los einfach machen. Bei mir
01:04:52: kommt jetzt raus zum Beispiel
01:04:54: HSP, ein Wert von 96 bis 120 und bei
01:04:59: Scanner kommt bei mir raus 96 bis 100.
01:05:04: Wenn jetzt jemand so
01:05:05: ähnliche Werte hat, was würde das denn
01:05:07: bedeuten für den Match? Ja herzlichen
01:05:10: Glückwunsch. Wir kommen
01:05:11: im Hochsensibilität zum Scannerspektrum
01:05:14: und das bedeutet, dass man
01:05:17: schon sehr weit oben in dem
01:05:18: Spektrum sich befindet. Also dass viele
01:05:20: Persönlichkeitsmerkmale darauf hindeuten,
01:05:23: dass du hochsensibel
01:05:24: schrägschlich Scanner bist und das ist
01:05:27: quasi eine Erkenntnis, die dich dazu
01:05:30: bringt, die dir zeigt,
01:05:31: okay das was ich gespürt habe, ich bin
01:05:34: irgendwie anders oder ich wirke auf
01:05:36: Menschen auch anders.
01:05:37: Ich denke viel nach. Solche Sachen
01:05:39: erklären sich quasi damit.
01:05:41: Du bist aber nicht normal,
01:05:43: sondern du hast halt besondere
01:05:44: Persönlichkeitsmerkmale, bist vielleicht
01:05:47: stärker ausgeprägt in
01:05:48: einigen Dingen, hast vielleicht auch eine
01:05:49: bestimmte Begabung und
01:05:51: da kann man jetzt gucken,
01:05:52: okay, welche Felder betrifft das? Und da
01:05:55: biete ich dann zum Beispiel ein
01:05:56: Orientierungsgespräch an,
01:05:57: um zu gucken, was sagt dein Test jetzt
01:05:59: über dich aus? Das sind ja
01:06:01: auch immer nur Momentaufnahmen,
01:06:02: weil wir verändern und entwickeln uns
01:06:04: natürlich auch immer auf
01:06:05: unseres Lebens. Und wie kannst du
01:06:06: das für dich nutzbar machen? Weil für
01:06:09: mich sind das Potenziale,
01:06:10: die wir oft im Laufe unseres
01:06:13: Lebens verheimlicht haben, unterdrückt
01:06:15: haben, wo wir uns nicht mit
01:06:16: Wohl gefühlt haben, wo wir uns
01:06:18: immer anders gefühlt haben. Für viele
01:06:20: HSPs dieser Satz, ich fühle mich wie ein
01:06:22: Alien, ganz klar und
01:06:25: eindeutig, weil man sich immer irgendwie
01:06:27: anders fühlt, nicht am richtigen Platz,
01:06:29: nicht in der richtigen Gruppe, nicht bei
01:06:30: den richtigen Menschen,
01:06:32: weil man sich nicht verstanden
01:06:33: fühlt, weil man zu schnell zu viel ist.
01:06:35: Und da können wir
01:06:37: ansetzen und zeigen, hey, du bist
01:06:39: genau so richtig wie du bist, du bist
01:06:41: genau so gedacht und wie
01:06:43: kannst du das in Zukunft für dich
01:06:44: nutzen, ohne dass du dich schlecht
01:06:46: fühlst? Ja, so geht es mir oft, dass ich
01:06:49: denke, warum versteht
01:06:51: es jetzt niemand, wenn ich sage, hast du
01:06:54: das gesehen oder warum
01:06:56: ist es so? Ich erkenne
01:06:58: irgendwas und das erkennt mein Umfeld
01:07:00: überhaupt nicht. Und wenn ich jetzt mein
01:07:04: Mann hört, als er es
01:07:07: zum ersten Mal gehört hat von jemandem,
01:07:10: ich soll hochsensibel sein,
01:07:11: da hatte er erst mal gegrinst.
01:07:13: Das ist doch voll der Trampel, aber das
01:07:16: ist doch noch nicht hochsensibel. Also,
01:07:19: da gibt es ja wohl einen Unterschied.
01:07:21: Genau, also auch da gibt es
01:07:23: noch mal bei den hochsensiblen
01:07:25: introvertiert, extravertiert und
01:07:27: otrovertiert. Also,
01:07:29: otrovertiert ist ein recht neuer Basis,
01:07:32: die würde ich aber erst mal aus dem
01:07:33: Vorlassen, introvertiert und
01:07:34: extravertiert kennen die meisten.
01:07:36: Und ich habe selber lange, ich bin selber
01:07:38: HSE heißt es,
01:07:40: hochsensibel extrovertiert. Ich
01:07:42: habe selber lange gedacht, ich kann nicht
01:07:43: hochsensibel sein, weil
01:07:44: ich bin ja immer vorne dabei,
01:07:46: ich übernehme gerne die Führung, ich
01:07:48: erkenne Direktzusammenhänge
01:07:49: und ich will dann auch überall
01:07:50: was zu sagen. Das kann ja nicht sensibel
01:07:53: sein und das ist dieser
01:07:55: Irrtum, den ganz, ganz viele
01:07:57: erliegen, weil hochsensibel und
01:07:59: extrovertiert heißt einfach, dass du
01:08:01: ambivertiert bist. Du bist
01:08:03: in der Lage von introvertiert auf
01:08:05: extrovertiert zu wechseln,
01:08:06: zwar in einem Augensschlag quasi,
01:08:08: in einem Wimpernschlag und deswegen
01:08:11: denken so viele hochsensible
01:08:13: Extrovertierte, sie können
01:08:14: gar nicht hochsensibel sein, weil sie ja
01:08:16: nach vorne gehen, weil sie
01:08:17: sich viel trauen, weil sie
01:08:18: nicht schüchtern sind in
01:08:20: Anführungsstrichen und hochsensibel heißt
01:08:23: nicht schüchtern oder zurück
01:08:24: halten, sondern hochsensibel heißt
01:08:25: einfach sehr empfindsam für alles, was
01:08:28: mit Sinnen zu tun hat.
01:08:30: Und von den hochsensiblen extrovertierten
01:08:33: gibt es auch nur 30 Prozent.
01:08:36: Also unter den hochsensiblen,
01:08:37: die ja nur 15 bis 20 Prozent der
01:08:40: Bevölkerung betreffen, sind
01:08:41: davon nochmal nur 30 Prozent
01:08:44: betroffen. Okay, das hat ja schon was
01:08:46: ganz Besonderes nämlich. Natürlich. Ja,
01:08:51: also wenn ich das auch
01:08:52: von mir erzählen darf, mir geht es so,
01:08:56: also ich kann vor einer
01:08:57: Gruppe hinstehen, ich bin zwar
01:08:59: natürlich ein bisschen aufgelegt, ich
01:09:00: kann vor einer Gruppe sprechen, macht mir
01:09:03: nichts aus, ich freue
01:09:04: mich drauf trotz meiner Aufregung und
01:09:06: wenn aber nach dem Gespräch
01:09:08: jemand zu mir kommt, bin ich so
01:09:11: platt, dass ich, dass mir überhaupt
01:09:13: nichts mehr einfällt und
01:09:15: dass ich gerne, dass ja nicht
01:09:16: so würde ich dann echt nur nach heim
01:09:18: gehen oder meine Ruhe haben,
01:09:20: aber ich bin nicht in der Lage,
01:09:22: nach dem Gespräch, das ist ja für
01:09:23: irgendwas, da ist dieses Vorsprechen, da
01:09:28: will ich dann einfach
01:09:28: nichts mehr wissen. Also das ist ganz,
01:09:30: ganz typisch. Also herzlichen
01:09:32: Glückwunsch, du bist quasi in der
01:09:34: Neurodivergence neurotypisch, weil
01:09:39: dadurch, dass wir so viel
01:09:41: aufnehmen, hast du keinen Filter,
01:09:44: alle anderen Menschen haben mehr Filter
01:09:46: und dann sage ich, ein ist anders
01:09:47: verstrickt, also wir
01:09:48: haben andere Autobahnen in unserem Kopf,
01:09:50: die viel häufiger sind, in
01:09:53: andere Richtungen fließen,
01:09:54: andere Teile verbinden und wenn du so
01:09:56: viel aufnimmst, also gerade
01:09:58: wenn du so ein Vortrag hast,
01:09:59: dann nimmst du deine eigene Nervosität,
01:10:01: dein eigenes Wissen, dann
01:10:02: nimmst du deine eigene Sprache,
01:10:03: die du rausgibst, deine Haltung, deine
01:10:05: Gefühle, Emotionen, dann den
01:10:08: Raum, die anderen Menschen,
01:10:10: die Reaktion, vielleicht auch noch was
01:10:12: draußenloses, was hinter dir
01:10:13: los ist, das nimmst du alles
01:10:15: gleichzeitig auf, weil die meisten
01:10:16: erstmal nicht wissen, dass sie
01:10:18: hochsinnsiebe sind und dann je
01:10:20: gelernt haben, damit umzugehen, also auch
01:10:22: Barrieren für sich zu
01:10:24: schaffen, um besser damit umzugehen
01:10:26: und dann ist man hinterher ausgelaut und
01:10:28: wirkt auf manche auch
01:10:30: vielleicht arrogant oder unangenehm,
01:10:32: weil man jetzt einfach sagt, ich bin
01:10:34: jetzt einfach fertig,
01:10:35: weil die Batterie ist alle,
01:10:36: ich kann gerade nicht mehr antworten und
01:10:38: die denken dann vielleicht
01:10:38: auch, was ist denn jetzt mit der
01:10:40: los oder mit dem, warum antwortet der
01:10:42: denn nicht vernünftig, warum ist der
01:10:44: jetzt so abgeschlagen
01:10:45: oder so niedergeschlagen, aber das
01:10:47: schafft uns einfach, das
01:10:49: macht uns fertig und da kann man
01:10:51: trainieren, dass man sich selber wieder
01:10:53: besser ja vielleicht auch
01:10:55: vertrauen kann, dass man gucken
01:10:56: kann, okay, welchen Pegel wie bei so
01:10:58: einem Equilizer schalte
01:10:59: ich wie laut, was kommt rein
01:11:02: und was muss ich wirklich verarbeiten und
01:11:03: was kann ich
01:11:04: vielleicht auch draußen halten?
01:11:07: Ja, also hinterher dann ist es wie diese,
01:11:11: also ich tue dann so wie
01:11:12: wenn alles natürlich normal
01:11:13: wäre und versuche normal zu reagieren,
01:11:15: das mag auch niemand,
01:11:16: wenn ich aber irgendjemandem
01:11:18: irgend sowas erzähle, was selten ist, die
01:11:21: sagen, das mag ja
01:11:23: niemand an, keiner mag das.
01:11:25: Und da sind wir schon beim Masking, du
01:11:27: hast dein Leben lang
01:11:28: gelernt zu funktionieren,
01:11:30: du hast deine Maske aufgesetzt und du
01:11:31: weißt, wie man sich in diesem Moment
01:11:33: verhält. Wenn du dann
01:11:34: aber nach Hause kommst, dann bist du
01:11:36: quasi fertig, dann geht gar
01:11:39: nichts mehr, du weißt gar nicht,
01:11:40: warum, weil es war ja gar nicht so
01:11:42: anstrengend, es war doch gar nicht so
01:11:44: viel und wenn das andere
01:11:46: von Außenbohr teilen sollten, sagen die,
01:11:48: Mensch, die Susanne war doch
01:11:49: quitsch-fidel und hat auch
01:11:50: alles geantwortet, war überall dabei und
01:11:53: es sind auch oft die
01:11:54: hochsensiblen Extrovertierten,
01:11:56: die als letztes von Veranstaltung
01:11:58: weggehen, weil sie alles
01:12:00: mitkriegen wollen, sie wollen
01:12:01: auch alles wissen, sie sind so
01:12:02: wispigierig und wollen natürlich auch
01:12:04: alle Emotionen aufnehmen.
01:12:06: Die Quittung kommt dann in dem Moment, wo
01:12:08: du nach Hause kommst. Ja,
01:12:09: ich weiß nicht, was du dir
01:12:10: kannst, kannst du dann nach so einer
01:12:12: Veranstaltung direkt ins Bett
01:12:14: gehen und einschlafen? Nein.
01:12:16: Okay, und das ist der Punkt, wo viele
01:12:18: dann sagen, aber ich
01:12:19: brauche doch jetzt Ruhe,
01:12:20: warum kann ich nicht? Und da fängt es an,
01:12:22: dass die Processing,
01:12:24: also dein Gehirn verarbeitet
01:12:25: jetzt wie so eine Anlage, alle Eindrücke,
01:12:29: die bei dir eingekommen
01:12:29: sind. Du machst das gar nicht
01:12:31: bewusst, sondern eher unbewusst, du
01:12:33: kannst zum Beispiel auch
01:12:34: irgendeine Serie gucken dann oder
01:12:37: irgendwie Musik hören, aber du brauchst
01:12:38: irgendwas, um erstmal
01:12:39: anzukommen und runterzukommen,
01:12:41: vielleicht auch noch ein Glas Wein, eine
01:12:43: Tasse Tee und dann
01:12:44: fängt dein Gehirn quasi an,
01:12:46: wegzusortieren in Schubladen und
01:12:48: irgendwann merkst du, dann fängst du an
01:12:50: zu gehen oder so und
01:12:51: dann merkst du okay, jetzt kann ich, aber
01:12:53: das braucht eine Zeit,
01:12:55: dass das quasi routiniert wird
01:12:56: und du das ablegen kannst und dann kannst
01:12:59: du dich auch schlafen legen
01:13:00: und dieses Deep Processing,
01:13:03: das erkennen die meisten gar nicht, also
01:13:05: dieses tiefe Nachdenken und wegsortieren
01:13:08: und zwingen sich dann zum Beispiel ins
01:13:10: Bett zu gehen oder zu
01:13:12: schlafen, welzen sich dann hin und
01:13:13: her kommen nie zur Ruhe. Genau, das
01:13:17: wollte ich gerade, hatte
01:13:19: ich voll vor Augen, ich hatte,
01:13:21: dass das ging nur um ein, um einen
01:13:24: Minuten Pitch und normalerweise machen
01:13:27: solche Abende mir nicht
01:13:29: so viel aus, beim letzten war es so, dass
01:13:31: ich stundenlang
01:13:32: hinterher daheim saß, es hat sich
01:13:35: alles nur noch gedreht im Kopf, der
01:13:37: Fernsehleaf und ich wusste, ich brauche
01:13:38: nicht ins Bett gehen
01:13:39: und ich kann es dann auch nicht haben,
01:13:41: wenn jemand kommt und mich anspricht,
01:13:43: weil ich dann einfach nur runterkommen
01:13:45: will, aber das sieht man mir natürlich
01:13:46: nicht an, weil ich sehe
01:13:47: ja aus wie immer. Genau, aber du willst
01:13:49: keinen neuen Input, weil alles, was
01:13:51: jemand fragt oder was,
01:13:53: du kannst eventuell auch über den Abend
01:13:55: erzählen, aber du willst das
01:13:56: gar nicht, weil dein System
01:13:59: schon dabei ist, alles zu verarbeiten und
01:14:01: meistens haben wir das, wenn
01:14:02: entweder eine neue Situation
01:14:04: da ist, also vielleicht war was
01:14:05: Ungewohntes, was anderes, vielleicht hast
01:14:08: du dich auch selber lange
01:14:09: darauf vorbereitet und warst aufgeregt
01:14:11: vorher, weil du dachtest, okay, das ist
01:14:13: jetzt irgendwie was Neues,
01:14:15: das möchte ich anders machen, dann wollen
01:14:17: wir natürlich gut sein, also
01:14:19: Perfektionismus kommt
01:14:20: da oft durch, das ist auch so ein Thema
01:14:22: von Hochsensinen-Scanner und
01:14:24: dann oder es war irgendjemand
01:14:26: im Raum, mit dem du vielleicht irgendwie
01:14:28: das Gefühl hattest und das
01:14:29: muss sich gar nicht auf dich
01:14:30: beziehen, aber dem es nicht so gut ging
01:14:32: und das spüren wir, vor
01:14:34: allen Dingen, wenn wir diese
01:14:35: Abgrenzungsmechanismen noch nicht so klar
01:14:38: haben, wenn wir diese ganzen
01:14:39: Maskierungsmechanismen noch
01:14:41: vor uns haben, wenn wir nicht wissen,
01:14:43: okay, wie bin ich denn wirklich
01:14:44: normalerweise und was brauche
01:14:46: ich jetzt? Brauche ich eine Pause,
01:14:47: brauche ein bisschen frische Luft, muss
01:14:48: ich einfach nur was trinken
01:14:50: oder sollte ich heute mal Design, die ein
01:14:52: bisschen früher geht? Ja,
01:14:55: tatsächlich kann ich das selber
01:14:56: oft gar nicht sagen, was brauche ich
01:14:58: jetzt im Moment und es ist
01:15:00: auch richtig, dass wirklich
01:15:02: bei dem letzten Mal, als es ganz schlimm
01:15:03: war, die Situation kurz
01:15:05: davor sich verändert hat.
01:15:07: Also vorbereiten tu ich mich nie für die
01:15:09: eine Minute, weil ich
01:15:11: einfach, ich kann das dann eh nicht
01:15:12: morgen, was ich dich... Sehr gut, also
01:15:15: ist auch typisch. Diese eine Minute, da
01:15:18: muss man mich dann eben
01:15:20: bremsen und sagen, die Minute ist um,
01:15:23: sonst werde ich warten. Ja, aber ich
01:15:25: kenne das so gut, weil
01:15:26: wenn ich das vorbereite, dann komme ich
01:15:28: zum Beispiel in Stocken, dann
01:15:30: fange ich an zu Haspeln oder
01:15:32: verspreche mich, weil das Scannergehirn
01:15:35: in mir hat vorher vielleicht irgendwas
01:15:37: aufgenommen, weil es
01:15:38: sind vielleicht andere Zielgruppen da
01:15:39: oder so was, dann würde ich sie eh
01:15:40: umschmeißen. Wenn ich es jetzt
01:15:42: umschmeiße, habe ich es anders im Kopf,
01:15:44: dann versuche ich mich aber
01:15:45: an meinen Auswendig-Geländes
01:15:46: zu erinnern und dann schmeiß ich es
01:15:48: durcheinander und dann komme ich ins
01:15:49: Haspeln. Also habe ich mir
01:15:50: das abgewöhnt. Ich mache das auch bei
01:15:52: Vorträgen nicht mehr oder
01:15:53: es gibt bei mir Handouts erst
01:15:54: immer hinterher, weil ich nicht weiß,
01:15:57: worüber wir sprechen. Ich
01:15:58: passe das an den Raum, an die
01:15:59: Situationen und an die Menschen und an
01:16:01: das, an was da gerade
01:16:03: gewünscht ist. Und ich kann dir gerne
01:16:05: hinterher ein Handout geben, aber ich
01:16:07: weiß doch vorher nicht, was
01:16:08: wir machen, weil ich mich weiß,
01:16:09: wie die Menschen ticken und das spüren
01:16:12: hochsensible Menschen. Deswegen finde
01:16:14: ich, wenn hochsensible
01:16:15: Beschernepersonigkeiten, Coaches sind,
01:16:18: dann sage ich jedem, geh dahin, weil
01:16:20: diese Person verstetigt
01:16:22: zu 100 Prozent und die kann schnell
01:16:23: umschalten, kann sich
01:16:25: reinversetzen, kann mitfühlen, kann
01:16:27: mitdenken und wird dich ganz anders
01:16:29: interaktiv begleiten und
01:16:31: mehr aus dir rausholen, als du
01:16:33: jemals für möglich gehalten hast. Ja,
01:16:36: also das ist auch bei den Texten. Immer
01:16:40: wenn ich mein Podcast
01:16:41: die Gäste ansage, dann lese ich das ab
01:16:44: und das ist für mich der schwerste
01:16:45: überhaupt an dem ganzen
01:16:46: Ding und die Unterhaltung hinterher. Ist
01:16:50: hier ganz locker. Ist super,
01:16:52: aber dieses Ablesen oder dieses
01:16:54: geplante, nee, das ist auch nicht so mein
01:16:56: Ding. Aber da bist du auch wieder
01:16:59: neugotypisch divers.
01:17:02: Also dieses untypische, wo wir aber auch
01:17:06: wissen dürfen oder
01:17:07: vielleicht auch anerkennen dürfen,
01:17:09: hey, das ist bei mir so und ich muss das
01:17:12: nicht auswendig lernen.
01:17:13: Das ist genau wie das Thema
01:17:15: Nische. Das war für mich die lange Zeit
01:17:17: so ein Krampf. Mir wurde immer wieder
01:17:20: gesagt, konzentriere
01:17:22: dich auf eine Nische, mach das spitze, du
01:17:24: kannst die nicht und blah,
01:17:26: und hast du nicht gesehen. Ich
01:17:27: glaube, wir haben gerade ne Zeitenwende,
01:17:29: wir haben einen Wandel. Wir
01:17:31: brauchen mehr Generalisten,
01:17:32: wir brauchen Menschen, die schnell einen
01:17:34: Überblick haben, schnellen
01:17:35: Gefühl für Menschen bekommen
01:17:36: und da werden hochsensitive
01:17:38: Scanner-Persönlichkeiten immer
01:17:40: interessanter, nicht
01:17:41: nur im Coaching-Bereich,
01:17:43: sondern auch im Trainingsbereich, im
01:17:44: Mitarbeitendenbereich, weil
01:17:46: du brauchst flexible Menschen,
01:17:48: die schnell viele Sachen machen können
01:17:49: und da sind wir gleich ganz gut benient.
01:17:53: Genau und das hat auch mit Multitasking
01:17:55: nichts zu tun. Nein, Multitasking kann
01:17:58: niemand. Das ist ein
01:18:00: Irrglaube, dass Menschen denken, sie sind
01:18:02: multitaskingfähig.
01:18:03: Frauen haben die Fähigkeit
01:18:04: schneller zwischen zwei Aufgaben
01:18:07: umzuswitschen. Das ist einfach von Gehirn
01:18:09: her so gegeben. Männer
01:18:10: können das nicht so gut, aber es sind im
01:18:12: Millisekundenbereich.
01:18:14: Aber obwohl die Tasking kann
01:18:15: wirklich kein Mensch. Wir sind nur, und
01:18:18: das ist ein typisches Merkmal von
01:18:20: Scanner-Persönlichkeiten,
01:18:21: die können das noch ein bisschen
01:18:21: schneller als Otto normal
01:18:23: sensibel. Die sind verlangsamt,
01:18:26: die sind in ihren Spuren quasi fest und
01:18:29: wir können schnell neue
01:18:30: Autobahnen quasi erschließen und
01:18:33: können damit schneller umswitschen. Aber
01:18:35: Multitasking kann kein
01:18:37: Mensch. Das führt zum
01:18:39: Burnout irgendwann, wenn man das versucht
01:18:41: ständig und da muss man
01:18:43: sowieso zu dir, also von daher.
01:18:45: Kann man auch kommen, weil ja, genau. Du
01:18:50: hattest vorher von dem
01:18:52: Regler gesprochen. Wie kann man
01:18:55: das dann ein bisschen regeln? Also ich
01:19:00: kann es ja aus meiner
01:19:00: Erfahrung mit meinen Klientinnen
01:19:02: beschreiben. Wir gucken am Anfang erstmal
01:19:04: die Ist-Situationen an.
01:19:06: Also durch den Test haben
01:19:06: wir ja so eine ersten Indikator quasi.
01:19:10: Und dann höre ich mir im
01:19:11: Orientierungsgespräch meistens an,
01:19:13: okay, gibt es eine akute Situation, die
01:19:15: wir uns angucken sollen.
01:19:16: Kann da schon Tipps geben. Und
01:19:18: dann merken die Menschen, okay, das
01:19:20: funktioniert für mich mit drei, vier
01:19:21: einfachen Tipps. Manchmal
01:19:23: sind es Atemübungen, um erstmal bei sich
01:19:25: selber anzukommen und nicht
01:19:27: immer am Außen zu sein oder
01:19:29: so viel wahrzunehmen. Und wenn man sich
01:19:32: dann für den Coating mit mir
01:19:33: entscheidet, dann begleite ich
01:19:34: die Personen über einen längeren Zeitraum
01:19:36: meist zu drei Monate, weil
01:19:38: du kennst das selber. Prozesse
01:19:40: brauchen ein bisschen, bis wir da
01:19:41: reinkommen. Und ich sage den Leuten
01:19:43: immer, du hast jahrelang
01:19:45: gelernt, dich so zu verhalten. Das werden
01:19:47: wir nicht in Dreisitzung verändern. Also
01:19:50: brauchen wir so einen
01:19:51: Zeitraum von 21 Tagen. Das heißt, ich
01:19:55: mache meistens zu drei
01:19:56: Monate, auch gerne länger und
01:19:58: begleite die Menschen aktiv Woche pro
01:20:01: Woche an den Herausforderungen und wir
01:20:04: üben das. Wir setzen
01:20:04: um mich, gebe quasi aktive Unterstützung.
01:20:08: Was könnte jetzt passen?
01:20:09: Wie fühlst du dich damit? Und
01:20:10: wir finden raus, was passt jeder Person?
01:20:13: Und dann wird es direkt im Alltag
01:20:14: umgesetzt. Und das ist
01:20:17: wie Laufen lernen. Wir fallen immer mal
01:20:19: wieder hin. Und oder wir
01:20:21: vergessen was. Du kennst das,
01:20:22: wenn man so einen neuen Plan oder sowas
01:20:24: hat, dann sagt man die
01:20:25: ersten drei Tage, wow, super alles
01:20:26: fertig. Und am vierten Terrasse schon
01:20:28: wieder vergessen. Und dafür
01:20:31: gibt es auch eine Kontinuität.
01:20:33: Natürlich gehört auch ein bisschen
01:20:34: Disziplin dazu. Aber dafür habe ich
01:20:36: meinen eigenen Planer
01:20:38: entwickelt, weil ich irgendwann gesagt
01:20:39: habe, alle Planer, die
01:20:40: es so oft der Welt gibt,
01:20:41: die sind nicht für neue und diverse
01:20:43: Menschen gemacht. Ich
01:20:45: brauche keinen täglichen Planer.
01:20:47: Ich brauche meistens so eine
01:20:48: Wochenübersicht und vielleicht mal eine
01:20:49: Monatsreflexion. Das habe
01:20:51: ich dann zusammengefasst und gesagt,
01:20:52: okay, mach mal klare Kante
01:20:54: und räume mal auf, mach mal die
01:20:55: Situation. Und dann setzt die Ziele, also
01:20:58: sogenannte Meilensteine,
01:21:00: wo willst du hin am Ende des
01:21:01: Jahres? Und dann begleitet das mal Woche
01:21:03: für Woche oder am Ende des
01:21:05: Monats für ein Jahr lang. Und so
01:21:07: habe ich den gestaltet und damit bin ich
01:21:10: das erste Mal
01:21:10: zurechtgekommen. Also ich war mein eigener
01:21:12: Kunde quasi, ich habe das selber getestet
01:21:14: und an meinen Klientinnen
01:21:16: und die sind alle begeistert.
01:21:18: Es war der erste Planer, den sie benutzt
01:21:19: haben über ein Jahr, wo
01:21:21: sie Ziele erreichen konnten,
01:21:23: dran geblieben sind und motiviert waren,
01:21:25: da auch dran zu bleiben. Weil ich weiß
01:21:27: nicht ob du das kennst,
01:21:28: man sieht immer so schöne Bücher irgendwo
01:21:30: oder Planer, Journal. Und
01:21:32: dann hat man die und dann
01:21:33: schreibt man aber nichts rein. Weil ich
01:21:35: will das ja auch schön
01:21:36: machen, ich will das richtig machen,
01:21:38: ich will auch dran bleiben und spätestens
01:21:40: nach der ersten Woche ist
01:21:41: es dann irgendwann vorbei.
01:21:42: Ja, ich habe auch schon mal angefangen
01:21:45: mein eigenes zu
01:21:46: basteln, weil das ist auf mich
01:21:49: abgestimmtes, auf die Dinge, die ich
01:21:51: beobachten will und leider
01:21:54: bin ich nicht fertig worden,
01:21:55: dass irgendwas anderes dazwischen
01:21:56: gekommen ist. Hallo, kannst du ja gerne
01:21:59: mal meinen austesten?
01:22:01: Der ist schon fertig, da braucht es
01:22:03: nichts mehr machen. Kannst du direkt
01:22:04: loslegen? Ja, bei mir
01:22:06: kommt noch was gesundheitliches dazu und
01:22:08: auf spezifische Stalle für
01:22:10: bräuchte ich dann wahrscheinlich
01:22:13: noch mal eine ganze seite extra. Aber
01:22:16: tatsächlich sind alle Lebensbereiche,
01:22:20: sogar die Gesundheit
01:22:22: quasi in dem Kontext als Lebensrat
01:22:25: dargestellt und von daher kannst du dich
01:22:29: auch jeden Lebensbereich
01:22:30: beziehen. Okay, also es lohnt sich auf
01:22:33: jeden fall da mal richtig
01:22:34: rein zu gucken. Wird ich machen?
01:22:37: So wie ich mich kenne, werde ich einmal
01:22:39: was reinschreiben oder zweimal. Dann
01:22:42: sprechen wir einfach
01:22:43: nochmal. Ja, aber ich denke der Effekt
01:22:48: ist so, dass Sie Tagebuch
01:22:49: schreiben. Also ich habe meine
01:22:51: Tagebücher von als Kindertagen lange
01:22:54: aufgeroben, habe es dann nach 20, 30
01:22:56: Jahren wieder entdeckt,
01:22:57: nochmal gelesen und dann habe ich sie
01:22:58: wegspissen leider, aber das war
01:23:00: hochspannend sich daran zu
01:23:02: erinnern, also Dinge, die einfach nur da
01:23:06: waren im Kopf und andere
01:23:08: Sachen. Ah, okay, ich habe das
01:23:10: falsche Erinnerung gehabt. So war das
01:23:12: wirklich, weil so habe ich es ja
01:23:14: aufgeschrieben. Genau,
01:23:16: und das ist ganz spannend, wenn du das
01:23:17: jetzt so sagst. Ich habe
01:23:19: ganz viele Klienten, die das
01:23:21: aufheben und gucken, okay, welchen
01:23:23: Meinstellen habe ich wann erreicht und
01:23:24: dann kannst du das auch
01:23:25: Revue passieren lassen oder gucken, wo
01:23:27: sind denn vielleicht Ideen, gerade für
01:23:29: Scanner Persönlichkeiten,
01:23:29: die ich vielleicht wieder aufgreifen
01:23:31: wollte, die aber noch
01:23:32: dastehen und so wird es quasi
01:23:34: gesammelt und so hast du ein Potpourri an
01:23:36: Ideen und an Vergangenen und das ist ein
01:23:39: Dankbarkeits-Tagebuch,
01:23:40: ein Coach, ein Ist-Zustand und eine
01:23:43: Zielformulierung quasi alles in einem.
01:23:45: Ja, ich finde auch ein Motivator
01:23:46: zu sehen, wo war ich denn vor einem Jahr
01:23:49: und was ist passiert in
01:23:51: dieser Zeit? Ich fällt mir gerade
01:23:54: ein, ich habe mal irgendwo gelesen, was
01:23:55: soll sie selber zum Geburtstag ein Brief
01:23:57: schreiben? Was mache
01:23:58: ich gerade? Was habe ich für Pläne und
01:24:01: was soll das sieben
01:24:02: Jahre lang machen, sich jedes
01:24:03: Jahr ein Brief schreiben und erst nach
01:24:06: den sieben Jahren den ersten
01:24:09: Brief wieder öffnen und gucken,
01:24:11: was ist denn alles passiert in der
01:24:12: Zwischenzeit? Also ich stelle es mir
01:24:14: spannend vor, ich habe es mir
01:24:15: vorgenommen, ich habe es noch nicht klar
01:24:17: anzufangen, aber ich hätte
01:24:19: es gerne. Das funktioniert
01:24:20: mit, genau, also hier ist auch so eine
01:24:22: Zirkulare drin, also wie man so ein
01:24:24: Visionboard auch erstellt
01:24:25: und es ist ja so, wenn du, du kannst ja
01:24:28: alles Mögliche erreichen
01:24:29: in deinem Leben, aber ich
01:24:31: sage das immer so wie so ein
01:24:32: Navigationssystem, wenn du kein Ziel
01:24:34: eingibst in dein Navi, die meisten
01:24:35: Autos haben ja ein Navi heute, dann
01:24:37: fährst du einfach durch die
01:24:38: Gegend. Du kannst zwar auf der
01:24:39: Karte auch sehen, wo bin ich gerade und
01:24:41: so weiter, den aktuellen
01:24:42: Standpunkt, also Ist-Zustand quasi,
01:24:45: aber wenn du ein Navigationssystem
01:24:47: benutzt und das Ziel eingibst, dann weißt
01:24:50: du, wie lange brauche
01:24:51: ich, gibt es einen Stau, also gibt es
01:24:52: Probleme auf dem Weg, gibt es Umwege, die
01:24:54: ich fahren kann oder
01:24:55: ausweichen kann und genauso ist das mit
01:24:58: unseren Zielen, wenn wir was
01:24:59: verändern wollen und das sehe
01:25:01: ich in den Briefen, die du da beschrieben
01:25:03: hast. Wenn ich aufschreibe,
01:25:05: was jetzt ist und was ich mir
01:25:06: wünsche, dann habe ich eine klare
01:25:08: Zielvorstellung und dann kann ich das
01:25:10: auch erreichen. Wenn ich aber
01:25:11: immer nur so in das Jahr hinein lebe und
01:25:13: sage, ja, nächstes Jahr
01:25:15: werde ich dann 50 und dann gucke
01:25:16: ich mal, dann habe ich kein klares Ziel
01:25:19: vor Augen und dann werde ich es auch
01:25:20: nicht so schnell erreichen,
01:25:21: wie Dinge, die ich mir gesetzt habe, weil
01:25:24: ich kann es messen. Ich mache es ja
01:25:25: messbar. Habe ich das
01:25:27: Ziel erreicht oder bin ich kurz vor quasi
01:25:29: stehen geblieben oder so? Bei
01:25:31: Scanner-Persönlichkeiten
01:25:32: immer ein Thema, weil wir meist nur 80%
01:25:35: machen, das reicht uns und
01:25:36: dann gehen wir auf das nächste
01:25:37: Thema und wenn man sich das so anguckt,
01:25:41: dann kann man Ziele besser
01:25:42: klustern, also auch gucken,
01:25:44: okay, welche Ziele betreffen mich und
01:25:46: Scanner brauchen immer
01:25:46: mehrere. Und dann kann ich gucken,
01:25:49: okay, was davon habe ich erreicht, wie
01:25:51: möchte ich da vorangehen
01:25:52: und wir setzen die Meinsteine
01:25:54: rückwärts. Also wir gucken erst auf das
01:25:56: Ziel und gucken dann, was
01:25:57: brauche ich dafür? Also diese
01:25:58: Zwischenstationen auf dem Navi setzen wir
01:26:01: vorher fest und dann kann es
01:26:02: auch mal Umleitungen geben,
01:26:04: mal ist vielleicht auch eine
01:26:05: Vollsperrung, dann sagt man, okay, dieses
01:26:06: Ziel verfolge ich jetzt
01:26:07: gerade nicht weiter, aber das alles
01:26:09: kannst du mit dem Kalender quasi planen.
01:26:12: Okay, spätestens jetzt
01:26:13: sind alle überzeugt, weil ich finde es
01:26:16: richtig, richtig gut. Was mir noch
01:26:19: gefehlt hat zum Abschluss
01:26:21: ist, man kann nämlich erkennen, wann man
01:26:23: sein Ziel erreicht hat.
01:26:24: Genau. Und dass man das Ziel
01:26:26: eben auch erreicht hat. Und das kann sich
01:26:31: zwischendurch ja auch
01:26:32: verändern. Ja, also ich muss nicht
01:26:36: stuhr dabei bleiben, aber um loszugehen,
01:26:40: sollte ich erst mal ein Ziel
01:26:41: haben und das kann ich dann
01:26:42: anpassen an die Umstände, wie sie sich
01:26:45: eben auch verändern. Genau.
01:26:47: Und das ist ein wichtiger Punkt
01:26:48: für Hochsensibile, weil ich weiß nicht,
01:26:51: ob du das kennst,
01:26:52: Loyalität, Werteversprechen,
01:26:54: Verbundenheit und absolutes, so ein
01:26:58: Ehrenwort. Also wenn ich was
01:27:00: gesagt habe, dann halte ich mich
01:27:01: daran, haben ganz, ganz viele
01:27:02: hochsensiblen Probleme mit und zu
01:27:05: erkennen, dass ich das auch
01:27:06: verändern darf, das kann man damit üben.
01:27:08: Und das ist das Schönste,
01:27:10: dass es muss nicht in Stein
01:27:12: gemeißelt sein. Wenn es nämlich auch
01:27:13: dieses ganze 100-prozentige,
01:27:16: also wir sind sehr picky und
01:27:18: sehr genau und Prioritäten und hast nicht
01:27:22: gesehen und das kannst du
01:27:23: damit lösen. Und das sind Dinge,
01:27:25: die hochsensible lernen dürfen und das
01:27:27: müssen sie neu lernen,
01:27:28: weil sie haben sich es anders
01:27:30: angeeignet. Ja, und die 80 Prozent, das
01:27:33: ist ja das Pareto-Prinzip,
01:27:35: es reicht, die 80 Prozent
01:27:38: reichen in der Regel. Ja, sagt das mal
01:27:40: den Experten da draußen,
01:27:42: die haben jahrelang erzählt,
01:27:43: ich muss es mehr schaffen und irgendwann,
01:27:45: da habe ich es mir erlaubt. Und das
01:27:47: kannst du aber erst,
01:27:48: wenn du Erfahrungen gemacht hast, wenn du
01:27:50: dich selbst mal bekuckst,
01:27:52: also wirklich so Rückblicke
01:27:53: und Reflexion machst und die sind da,
01:27:55: jeden Modell machst du eine
01:27:56: Reflexion und guckst einfach, was
01:27:58: habe ich denn jetzt erreicht, wie ging es
01:28:00: mir damit? Und wenn
01:28:01: ich das regelmäßig mache,
01:28:03: dann habe ich ein viel besseres Bild von
01:28:04: mir selber und dann kann ich endlich
01:28:06: selbst werden. Das ist
01:28:08: die Quintessenz quasi. Also dieses
01:28:10: Selbstwerden, das ist sehr, sehr, sehr
01:28:12: verlungenend für mich,
01:28:14: für meine Ohren. Da gibt es auch noch
01:28:17: andere. Genau, und bei den
01:28:22: 80 Prozent fällt mir eben auch
01:28:23: noch zusätzlich ein, wer bestimmt, wenn
01:28:25: es 100 Prozent sind. Genau, und ich
01:28:29: glaube, wir dürfen viel
01:28:31: mehr erkennen, dass wir die Welt immer so
01:28:33: sehen, wie wir sie gelernt
01:28:35: haben. Also jeder sieht diese
01:28:37: Welt mit seinen eigenen Augen oder mit
01:28:39: ihren eigenen Augen und das ist auch
01:28:41: richtig so, dass das
01:28:42: dann manchmal nicht übereinpasst und wir
01:28:44: verschiedene Wahrnehmungen
01:28:45: haben. Da kann man ins Gespräch
01:28:47: kommen, aber wichtig ist doch nur, was du
01:28:49: glaubst, was du weißt, was du erfahren
01:28:51: willst und wie wichtig
01:28:54: das für dich ist. Und wenn 80 Prozent für
01:28:55: dich ausreichen, dann ist
01:28:57: das vollkommen okay. Ja,
01:28:59: und es kommt darauf an, was bringt denn
01:29:01: jemand schon mit, welche Erfahrungen
01:29:03: zerspült ja auch mit rein,
01:29:06: was ist dann nötig, was muss ich denn
01:29:08: noch alles wissen oder was
01:29:09: muss ich gar nicht wissen?
01:29:12: Gut, bei den Scanner-Besündlichkeiten,
01:29:14: die wollen immer alles wissen,
01:29:15: von daher lesen die dann auch
01:29:16: drei bis fünf Bücher gleichzeitig
01:29:18: parallel, auch nicht von
01:29:20: vorne bis hinten, sondern sie
01:29:21: picken sich das raus, was sie brauchen
01:29:23: und auch da, das musste ich
01:29:25: mir erlauben. Ich habe jahrelang
01:29:26: Bücher normal gelesen in
01:29:29: Anführungsstrichen, weil ich dachte, das
01:29:31: macht man ja so, bis ich mir irgendwann
01:29:32: erlaubt habe, dass ich auch nur das lese,
01:29:34: was ich gerade brauche,
01:29:35: weil das andere für mich zu
01:29:36: langweilig war, weil ich das schon
01:29:37: wusste, schon mal gelesen hatte, weil ich
01:29:39: so viel lese. Und ein
01:29:41: anderes Jahr habe ich einfach mal, nicht
01:29:44: um mich zu quälen, sondern
01:29:45: einfach um auszuprobieren,
01:29:46: ob es geht, jede Woche ein Buch gelesen.
01:29:50: Und also wirklich so ein haptisches Buch,
01:29:53: also wirklich Papier. Und ich habe das
01:29:56: geschafft und festgestellt,
01:29:59: also das war mein Experiment,
01:30:01: dass ich natürlich nur einen kleinen
01:30:02: Bruchteil davon behalte.
01:30:04: Wenn ich aber ein Buch so lese,
01:30:06: wie ich das möchte, behalte ich viel,
01:30:07: viel mehr und dann
01:30:08: interessiert mich auch mehr und dann
01:30:10: kann es sein, dass ich auch noch die
01:30:11: anderen Kapitel nachlese.
01:30:13: Und so ist es viel einfacher,
01:30:14: weil ich viel eher dran bleibe. Das
01:30:16: andere ist eine Qual für viele
01:30:17: Scanner-Personigkeiten. Und so
01:30:19: gehen wir viel entspannter rein. Und dann
01:30:21: ist die hochsensible Seele
01:30:22: auch wieder entspannter und
01:30:24: befriedigt, weil so macht man das ja.
01:30:26: Dann ist das okay. Ja,
01:30:30: genau. Also ich habe auch
01:30:31: immer mehrere Bücher in Gebrauch und
01:30:33: dachte auch, also normal ist es nicht.
01:30:35: Aber wenn du das so sagst,
01:30:37: finde ich es ziemlich gut, beruhigt mich,
01:30:39: weil ich lese jetzt ein
01:30:41: Buch und entdecke da irgendwas
01:30:44: Neues drin. Das ist natürlich dann
01:30:46: hochinteressant und dann muss
01:30:47: ich mir ein Buch über dieses
01:30:48: Thema besorgen. Oder muss recherchieren
01:30:51: im Internet oder
01:30:51: irgendwie. Also neues Thema im Kopf,
01:30:54: dann geht es da erst mal weiter. Und das
01:30:56: andere liegt, aber das
01:30:57: andere hat ein Lesezeichen und ich
01:30:59: weiß, worauf ich aufkürze und dann mache
01:31:00: ich irgendwann weiter.
01:31:03: Genau. Und früher hatte ich
01:31:04: das Gewissen, wenn ich das so gemacht
01:31:05: habe. Aber bei mir findest du
01:31:07: inzwischen auch fünf bis zehn
01:31:09: Bücher, die da liegen mit einem
01:31:10: Lesezeichen und die ich mir immer wieder
01:31:12: hervornehme. Die wechseln
01:31:13: regelmäßig die Lage, weil ich immer mal
01:31:15: wieder einen Teil davon lese. Und genau
01:31:17: wie du recherchiere ich
01:31:19: oder guck noch mal nach, bestehle mir ein
01:31:20: neues Buch oder also
01:31:22: Buchhandlungen können an mir sehr
01:31:25: viel Geld verdienen, weil ich immer etwas
01:31:27: finde. Also wenn ich da
01:31:29: reingehe, bin ich sofort wieder
01:31:30: und feier für das nächste Thema. Das
01:31:32: passiert sofort. Ja, du
01:31:33: leistest ja nur an einem Regal
01:31:34: vorbei. Da ist ein super Titel. Was ist
01:31:36: denn das? Ja, muss ich
01:31:38: wissen, worum gehst du da?
01:31:40: Angezündet. Genau. Und selbst wenn du das
01:31:43: Buch in dem Moment nicht
01:31:44: kaufst, du wirst weiter
01:31:45: recherchieren. Und ich kann nur jedem
01:31:47: empfehlen, mehr aufs Bauchgefühl zu
01:31:49: achten. Auch wirklich diesen
01:31:51: Impulsen. Dein Bauchgefühl, deine
01:31:54: Intuition, weißt dir den
01:31:55: richtigen Weg. Und das wieder zu
01:31:58: verstehen, da ein bisschen drauf zu
01:31:59: hören, wirklich reinzuhorchen und das
01:32:01: wahrzunehmen und auch dem
01:32:03: nachzugeben, das davon auch lernen. Das
01:32:06: gehört auch zum Endlich
01:32:07: selbst werden. Ja, sehr schön.
01:32:10: Es ist so beruhigend zu hören. Ich habe
01:32:12: mir jetzt nie viel gedankend gemacht,
01:32:13: dass ich mehrere Bücher
01:32:14: angefangen habe. Aber ich finde es gut,
01:32:17: dass es andere Menschen
01:32:18: ausdrücklich geht. Ja, und du
01:32:20: glaubst gar nicht, wie viele? Ja, man
01:32:23: fragt das auch nicht, weil man
01:32:24: denkt, das können wir ja nicht
01:32:25: fragen, weil die gucken einem dann an und
01:32:28: denken, hey, wie soll ich jetzt fünf
01:32:30: Bücher einmal gebrauchen?
01:32:34: Genau. Und du glaubst es nicht in dem
01:32:36: Moment, wo du dich damit
01:32:37: arrangierst, wo du das einfach
01:32:39: akzeptierst? Also diese Akzeptanz ist
01:32:41: immer der erste Schritt. Und in dem
01:32:43: Moment, deswegen sind
01:32:43: die Tests so wertvoll, kannst du es
01:32:46: akzeptieren. Okay, ich bin
01:32:47: hochsensibel. Die meisten haben
01:32:48: erstmal Angst, ich will kein sensibelchen
01:32:50: sein, ich bin doch nicht
01:32:51: weinerlich, hat damit nichts
01:32:53: zu tun. Es kann ganz andere Spektren
01:32:54: haben. Und in dem Moment, wo du
01:32:56: akzeptierst, du bist hochsensibel
01:32:58: oder Scanner oder beides, fängt bei dir
01:33:01: das an sich zu legen, dann
01:33:04: wird man entspannter. Und
01:33:05: dann wirst du auch offener darüber
01:33:07: sprechen und dann ziehst du genau diese
01:33:09: Menschen an. Und dann bist
01:33:10: du auf Augenhöhe unterwegs mit
01:33:12: Gleichgesinnten und dann fühlst du dich
01:33:14: endlich verstanden. Und das
01:33:16: ist das, was an dem Selbstwerden so schön
01:33:18: ist, weil das ist ein
01:33:18: Prozess, das dauert natürlich,
01:33:20: aber auf einmal ist man nicht mehr
01:33:22: falsch. Du bist nicht mehr
01:33:23: der Eldin und du bist nicht mehr
01:33:24: komisch oder die, die zu jedem Thema was
01:33:26: sagen kann, sondern du bist
01:33:28: dann einfach so Sanne, die
01:33:29: total akzeptiert ist und gut mit den
01:33:32: Menschen zurechtkommt. Weil
01:33:33: man versteht, wer passt zu
01:33:35: mir und fänd ich. Und ich darf auf meine
01:33:37: Intuitionen und ich muss
01:33:38: nicht jedem alles erlauben.
01:33:40: Ja, das stimmt. Sehr beruhigend. Sehr
01:33:43: beruhigend. Und dann macht
01:33:44: das ganze auch wieder Spaß, das
01:33:46: auszuleben. Genau. Man muss nicht bremsen
01:33:49: möchte oder sich nicht
01:33:52: wieder maskieren. Also du
01:33:54: verstellst dich nicht mehr, du bist
01:33:55: einfach du und du wirst so akzeptiert.
01:33:58: Und das war vorher in
01:33:59: verschiedenen Situationen einfach eine
01:34:01: Herausforderung. Also für mich
01:34:02: jedenfalls. Und ich kenn's von
01:34:04: vielen Klientinnen, die sagen, ich habe
01:34:06: immer das Gefühl, ich muss
01:34:07: mich irgendwo reinpressen,
01:34:08: in eine Form passen und so. Das ist auch
01:34:10: der Grund, warum ich mich
01:34:11: so früh in Anführungsstrichen
01:34:12: selbstständig gemacht habe. Also bin
01:34:14: jetzt seit 25 Jahren quasi
01:34:15: Unternehmerin. Ich passte nicht in
01:34:18: dieses Konzept von einem Angestellten
01:34:20: nicht. Hierarchien sind für mich
01:34:23: schwierig. Wenn ich eine
01:34:25: Idee habe, möchte ich sie halt umsetzen.
01:34:27: Dann kommt die so ungeduld.
01:34:29: Oder ich möchte mit Menschen
01:34:30: darüber sprechen. Ich möchte das
01:34:31: interaktiv. Ich möchte
01:34:33: keinen Tag gleich haben. Und genau
01:34:35: deswegen war es eine schwere
01:34:37: Entscheidung. Ich hatte auch Angst am
01:34:38: Anfang. Aber es war das Beste,
01:34:41: was mir passieren konnte, dass ich mich
01:34:42: getraut habe. Ja, kann ich
01:34:45: verstehen. Also leider kam das
01:34:47: bei mir so spät mit dem Selbstständig
01:34:49: machen. Dafür mit
01:34:51: Hierarchien habe ich mir immer extrem
01:34:53: gerne angelegt. Genau. Also so kann man
01:34:57: es ja auch formulieren. Ich
01:34:58: kam damit nicht zurecht. Du
01:35:00: hast dich gerne mit ihnen angelegt. Bei
01:35:01: mir war es genauso. Aber
01:35:02: ich habe halt und das ist
01:35:05: behochsensiv, dass es das meist
01:35:06: ausgeprächteste Gerechtigkeit sind. Wir
01:35:10: können nicht damit umgehen,
01:35:11: wenn Menschen ungerecht behandelt werden,
01:35:13: wenn etwas ungleich
01:35:14: ist, wenn bestimmte Werte,
01:35:17: also Werteprinzipien sind ganz, ganz
01:35:19: stark. Und deswegen ist es
01:35:21: schwer oder sehr herausfordern,
01:35:23: sage ich jetzt mal, wenn wir wirklich wir
01:35:27: sind, in so einem
01:35:28: Unternehmenskontrukt zu arbeiten.
01:35:32: Dann wird es schwierig manchmal oder
01:35:34: sagen mal interessant.
01:35:36: Es wird dann interessant.
01:35:37: Würzig.
01:35:42: Oh, was haben wir heute? Ganz, ganz kurz
01:35:45: über das Scanner reden. Was
01:35:49: bedeutet ein Scanner zu sein?
01:35:52: Ja, Scanner-Persönlichkeit heißt im
01:35:55: Endeffekt
01:35:55: Multi-Potenzialist, das ist ganz am Anfang auch
01:35:58: erwähnt das Wort. Das heißt, du hast
01:36:00: viele Potenziale auf ganz verschiedenen
01:36:02: Ebenen. Also mehrfache
01:36:04: Interessen, mehrfache Begabungen und
01:36:07: kannst Dinge schnell adaptieren. Also du
01:36:10: schaffst dir schnellen
01:36:11: Überblick. Hast vielleicht diese
01:36:14: Querverbindungen dazu. Das ist auch mit
01:36:16: den Büchern, was du eben
01:36:17: gesagt hast. Das ist das beste Beispiel.
01:36:18: Du liest etwas, hast vielleicht ein
01:36:20: Fachbegriff im Wort oder
01:36:21: ein Thema und gehst da sofort rein. Und
01:36:24: das ist das, warum unsere
01:36:25: neuronalen Netzwerke im Kopf
01:36:27: einfach ganz anders funktionieren. Dann
01:36:28: gehen die Autobahnen
01:36:29: schneller und das ist dann auch
01:36:32: dieses 80%ige wieder. Wir gucken uns 80%
01:36:35: an. Dann kommt ein neues
01:36:37: Thema oder ein blaues Auto und
01:36:39: dann sind wir schon wieder weg. Kommt
01:36:42: auch viel mit ADHS oder AudeHS. Also
01:36:45: dieses gesamte Spektrum
01:36:46: in Verbindung. Also es gibt auch viele,
01:36:49: die Autisten sind oder ADHS
01:36:52: diagnostiziert werden,
01:36:53: auch erst spät im Alter. Da gibt es halt
01:36:56: in dem Spektrum so viele
01:36:58: Überschneidungen. Neurodiversität
01:37:00: ist halt wirklich ein Spektrum. Es ist
01:37:02: wie so ein Regenbogen, so
01:37:04: ein Fächer, der ganz ganz viele
01:37:05: verschiedene Spiralen in sich hat
01:37:08: nochmal. Ist auf jeden Fall beruhigend.
01:37:11: Also die Gedanken, dass
01:37:13: man es irgendwie nicht normaltickt oder
01:37:17: was schlammig macht oder
01:37:18: was nicht richtig macht.
01:37:21: Es ist eine sehr gute Erleichterung zu
01:37:24: wissen. Das ist völlig in
01:37:26: Ordnung. Es geht einfach auch
01:37:28: nicht anders. Also es geht wirklich nicht
01:37:31: anders funktionierlich. Da
01:37:33: haben wir das Parkhinsonschall
01:37:36: Gesetz sehr geholfen. Wir schaffen alles
01:37:38: in der Zeit, die uns zur
01:37:39: Verfügung steht. Ich habe
01:37:40: früher mal gedacht, ich muss alles 100%ig
01:37:41: machen oder 1.000%ig, also so
01:37:44: überrichtig. Und irgendwann
01:37:46: habe ich mir gesagt, dann ist Better Than
01:37:48: Perfect, also gemacht ist besser als
01:37:50: perfekt. Und das Parkhinsonschall
01:37:53: Gesetz, ich weiß nicht, ob du dich
01:37:55: vielleicht an die Schulzeit
01:37:56: erinnerst. Kennst du das, wenn
01:37:57: ihr nach Arbeit geschrieben habt und du
01:37:58: hast so drei Tage vorher gelernt. Und
01:38:01: dann hast du dir gedacht,
01:38:03: bei der nächsten Arbeit, weil die war
01:38:04: ganz gut, es war okay, aber die nächste
01:38:06: so, beim nächsten Mal
01:38:07: plane ich das und dann bereite ich mich
01:38:09: drauf vor und dann machst du
01:38:12: das auch und trägst dir das ein,
01:38:13: wenn die nächste Arbeit kommt, sechs
01:38:14: Wochen vorher so ein Plan. Und dann kommt
01:38:17: das Leben dazwischen,
01:38:18: dann ist es nämlich Sommer. Oder es
01:38:21: findet eine tolle
01:38:22: Vereinstellung statt und dann sagst du,
01:38:24: ja, ich habe ja noch fünf Wochen und
01:38:25: irgendwann sind es wieder drei Tage. Und
01:38:27: du schaffst es trotzdem,
01:38:29: weil wir schaffen alles in der
01:38:30: vorgegebenen Zeit. Die Frage ist immer
01:38:32: von der Qualität klar,
01:38:34: aber es hat noch nie jemand geschadet.
01:38:36: Ich sage das immer bei Reden
01:38:38: oder wie wir das eben schon
01:38:39: gesagt haben mit der Vorbereitung. Ich
01:38:41: kann besser einen Vortrag
01:38:42: halten, wenn ich weiß, okay,
01:38:44: ich habe so eine Mindmap im Kopf, ich
01:38:46: weiß worum es geht. Wenn ich den
01:38:47: auswendig lerne oder
01:38:48: ablese, wird es schwierig. Hast du selber
01:38:51: eben auch schon vorgestellt
01:38:51: mit deiner Einleitung. Und
01:38:54: deswegen kann man sagen, wenn wir aus dem
01:38:58: Herzen, aus dem Inneren,
01:38:59: und das gilt für viele Scanner
01:39:00: Persönlichkeiten, wenn wir wirklich im
01:39:01: Flow sind, wenn wir das tun, was wir
01:39:04: sind, also dieses Selbstsein,
01:39:06: selbst werden, dann funktionieren wir
01:39:09: sehr, sehr gut. Und dann
01:39:10: kann auch keiner mehr sagen bei
01:39:11: einer Rede, die wissen doch gar nicht,
01:39:13: was du sagen wolltest. Wer kann denn
01:39:15: sagen, ob du das richtig
01:39:16: oder falsch gemacht hast? Es geht doch
01:39:18: eher um die Emotionen, um die
01:39:19: Begeisterung. Was hast du
01:39:21: damit erreicht? Und viele Scanner
01:39:23: Persönlichkeiten sind dann aber so, ich
01:39:24: muss das perfekt machen,
01:39:25: ich muss das richtig und ich muss das und
01:39:26: dies. Weil wir so viel
01:39:27: wissen, denken wir, dass wir so
01:39:30: falsch sind, dass wir so viel scheitern
01:39:31: können. Und glücklich sind
01:39:33: immer die, die nicht so viel
01:39:34: wissen, die die Zweifel nicht viel
01:39:36: weniger. Und weil wir so viel Wissen
01:39:39: angehäuft haben, sind wir eher
01:39:42: in der Lage zu sagen, das könnte aber,
01:39:44: weil wir viel mehr
01:39:45: Erfahrung haben und viel mehr,
01:39:47: wer auch gescheitert sind schon an
01:39:48: Sachen. Aber wir dürfen viele Fehler
01:39:50: machen häufig, Fehler sind
01:39:52: helfer, wenn man das mal umstellt, das
01:39:53: Wort. Und uns dann erlauben, diese Fehler
01:39:56: zu machen und vielleicht
01:39:57: entspannter und nicht so
01:39:58: tausendprozentig, also dieser
01:40:00: Perfektionismus, den
01:40:02: kann man üben abzulegen,
01:40:03: dann kommen wir alle viel besser durchs
01:40:06: Leben. Und gerade ist Scanner
01:40:07: Persönlichkeiten. Also nicht
01:40:10: nur beim Lernen 80%, sondern auch beim
01:40:11: Ausgeben 80%. Das ist vollkommen okay.
01:40:15: Gut, beim Lernen war
01:40:16: ich nie 80%, da dachte ich immer, das
01:40:19: schaffe ich schon. Also ich habe auf,
01:40:21: wirklich noch glaube
01:40:22: ich noch nie auf eine Prüfung irgendwie
01:40:25: mich extrem vorbereitet, noch nie. Ich
01:40:28: hatte keine Zeit und
01:40:30: dachte, komm, ich schaffe das schon
01:40:31: irgendwie, weil ich schon Glück habe und
01:40:33: ja, ich hatte dann Glück
01:40:35: oder ich habe es halt geschafft. Ich
01:40:36: glaube nicht, dass du Glück hattest. Ich
01:40:38: glaube, dass das eine
01:40:38: Fähigkeit ist. Also viele Scanner
01:40:40: Persönlichkeiten brauchen sich nicht
01:40:41: großartig vorzubereiten,
01:40:43: weil du hast es eingangs auch schon
01:40:45: angemerkt. Du merkst dir Dinge. Wenn ich
01:40:48: einmal was aufgeschrieben
01:40:49: habe, bei mir funktioniert es mit der
01:40:51: Hand und auch am Laptop, dann habe ich
01:40:53: das im Kopf. Ich kann mir
01:40:55: bestimmte, wenn mich was interessiert.
01:40:57: Also deswegen ist es immer wichtig, dass
01:40:58: wir Dinge tun, die uns
01:40:59: interessieren, die uns irgendwie
01:41:01: berühren. Wenn mich was interessiert,
01:41:03: dann kann ich dir Seiten
01:41:04: aus dem Buch repetieren, weil ich das vor
01:41:07: Augen habe und ich kann
01:41:09: dir sagen, auf welcher Seite
01:41:09: du das findest. Also ich habe jetzt kein
01:41:11: identisches Gedächtnis,
01:41:12: aber ich habe schon ein sehr in
01:41:14: Richtung fotografisches Gedächtnis und
01:41:16: bei dir ist es vielleicht einfach die
01:41:18: Fähigkeit, dass du das,
01:41:19: was du mal gehört hast, also im
01:41:21: Unterricht oder so, oder mal gelesen
01:41:22: hast, dass du das auch direkt
01:41:23: wiedergeben kannst. Deswegen brauchtest
01:41:25: du nicht großartig lernen
01:41:26: und so hat jeder Scanner seine
01:41:28: besondere Fähigkeit oder seine Begabung.
01:41:30: Deswegen spreche ich auch
01:41:30: gerne von viel Begabung. Ich mag
01:41:32: das Wort Hochbegabung nicht so gerne.
01:41:34: Das, weil es verschiedene Begabungen
01:41:36: sind. Aber Scanners sind
01:41:37: oft viel begabt in bestimmten Sachen. Das
01:41:40: können die richtig gut und darauf darf
01:41:42: man sein Fokus legen
01:41:44: und das für sich nutzen. Ich hatte nie
01:41:47: das Gefühl, dass ich sowieso schon weiß,
01:41:49: was ich gehört habe,
01:41:50: dass ich mir das merken konnte, aber
01:41:51: irgendwo muss es ja gewesen sein. Du
01:41:53: kannst es aber abrufen.
01:41:54: Also das ist auch eine Fähigkeit, dass du
01:41:56: es wieder hervorrufst. Ja,
01:41:58: dass es einfach ausgereicht
01:42:00: hat, zum irgendwie überall durchzukommen.
01:42:03: Ja, genau. Wow, ich
01:42:06: glaube, wir reden schon echt
01:42:07: eine ganze Weile und unser Podcast leider
01:42:10: nicht so lange. Ich fand es total
01:42:14: spannend und ich hoffe,
01:42:17: wir können das nochmal irgendwann
01:42:18: fortsetzen. Sehr gerne.
01:42:21: Zum Abschluss hätte ich gerne
01:42:23: vielleicht eine lustige Geschichte, was
01:42:26: ergreifen das irgendwas, was dir im
01:42:27: Gedechnis blieb aus deiner
01:42:29: Coaching-Erfahrung mit Menschen? Also
01:42:34: vielleicht auch aus meiner
01:42:37: eigenen Erfahrung. Ich habe
01:42:38: über sieben Jahre gebraucht. Also mein
01:42:41: Vater ist recht platzlich und erwartet
01:42:43: 2015 verstorben. Es war
01:42:46: für mich, wir waren ganz, ganz eng, es
01:42:48: war eine richtig heftige
01:42:49: Erfahrung und in dem Moment habe
01:42:52: ich ihn noch besser kennengelernt, weil
01:42:54: ich habe über ihn geschrieben, ich habe
01:42:56: mich damit auseinander
01:42:57: gesetzt. Ich brauchte fast sieben Jahre,
01:42:58: um das wirklich zu
01:43:00: verarbeiten, also die hochsensible
01:43:01: Seite in mir und habe ganz viel über ihn
01:43:03: gelesen. Es gibt eine Chronik
01:43:05: über unsere Familie und habe
01:43:06: da recherchiert und da ist mir das erste
01:43:09: Mal richtig bewusst geworden, dass er,
01:43:12: also dass ich von ihm
01:43:13: diese Hochsensibilität habe. Und deswegen
01:43:17: habe ich dann sieben
01:43:18: Jahre später den Podcast Frau
01:43:20: Sensibel ins Leben gerufen und ihm
01:43:22: gewidmet. Also ich habe ihn zu seinem
01:43:23: siebten Todestag quasi,
01:43:26: also jetzt kriege ich gerade wieder
01:43:27: selber Gänsehaut, aber das
01:43:28: ist das erste Mal, dass ich
01:43:29: fröhlich darüber sprechen kann, weil ich
01:43:33: das, ich wollte immer
01:43:34: das und er wollte das auch,
01:43:35: das er Spuren hinterlässt. Und ich
01:43:36: glaube, auf diese Art und
01:43:38: Weise konnte ich ihm quasi das
01:43:40: Peck zollen und eine Ehre erweisen, weil
01:43:42: ich habe ihn damit
01:43:44: gesehen, er konnte damit endlich
01:43:46: selbst werden und kann durch mich, durch
01:43:48: diese Sprache oder das,
01:43:50: was er mir mitgegeben hat,
01:43:51: weil ich habe so viel von ihm gelernt und
01:43:52: ich bin so dankbar dafür,
01:43:54: dass er mich so gelassen hat
01:43:57: oder sein lassen hat, wie ich wollte,
01:43:58: weil er immer gesagt hat,
01:44:00: wenn du bei der Ausbildung,
01:44:01: also wenn du Bauchschmerzen hast, dann
01:44:02: denkt noch mal drüber nach,
01:44:04: aber wenn du etwas nicht tun
01:44:05: willst, dann können wir darüber reden,
01:44:08: dann finden wir einen
01:44:08: anderen Weg und dann tu bitte das,
01:44:10: wo du dich mit Wohl fühlst, weil es
01:44:11: bringt dir nichts, wenn du
01:44:12: dich irgendwo festkreißt,
01:44:14: wo du dann unglücklich bist, sag, das
01:44:17: musst du nicht. Und ich
01:44:19: glaube, das ist der schönste und
01:44:20: beste und tollste Rat, den ein Vater
01:44:22: seiner Tochter geben kann
01:44:23: und es hat mich so glücklich
01:44:26: gemacht und vieles erkennt man dann auch
01:44:29: im Großen quasi erst im
01:44:30: Nachhinein, aber diese
01:44:31: sieben Jahre haben mir sehr, sehr viel
01:44:33: gegeben und da habe ich
01:44:34: gedacht, das möchte ich der
01:44:35: Welt zurückgeben und wenn es nur ein paar
01:44:38: oder eine handvoll
01:44:39: Menschen begleitet, dann ist damit
01:44:41: schon viel getan. Wie schön, ja, also
01:44:44: beim Papa lebt weiter auf
01:44:46: jeden Fall ganz klar. Ja, und ich
01:44:51: habe jetzt eine Folge von deinem Podcast
01:44:53: gehört, kürzlich und ich
01:44:54: war so dankbar, weil er mir
01:44:56: einfach da so viele Fragen beantwortet
01:44:58: hatte, dass ich nicht so komisch bin, wie
01:45:02: ich dachte. Wie schön,
01:45:04: siehst du, also habe ich doch schon was
01:45:05: bewirken können. Ja, absolut, und ich
01:45:08: kann dann auch nur den
01:45:10: Leuten ans Herz legen, die das betrifft,
01:45:12: die sich jetzt wieder
01:45:13: erkannt haben, dass sie Scanners
01:45:14: sind oder hochsensible oder sich fürs
01:45:17: Thema einfach
01:45:17: interessieren. Ja, Frau sensibel, absolut
01:45:21: hören es wert, total. Vielen Dank.
01:45:25: Nicole, ich danke dir
01:45:26: viel, vielmals für diese schöne
01:45:27: Gespräche und würde mich freuen, wenn wir
01:45:29: uns mal wieder sehen. Vielen Dank, ich
01:45:32: kann das nur zurückgeben
01:45:33: und danke für diese schöne Erinnerung,
01:45:35: die du mir gerade auch damit
01:45:36: geschafft hast. Das war ganz
01:45:38: toll, also ein tolles Gespräch, vielen
01:45:40: Dank und alles Liebe. Ja, danke.
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